15. Mundart-Owed mit de „Alt-Neereder Schul“

Liewe Leit,

jetzt geht’s endlich los!

Wie schon a’gekündicht isch ab heit de Voverkauf für unsern 15. Mundart-Owed eröffent.

Näheres könnet der aus dem Plakat do unnedra entnemme.

Plakat 2019

So, ich glab, dodemit wär alles gschwätzt. Jetzt hoißts bloß noch: Nix wie na un Karde bsorgt, odder duhnd se wenichschdens vorab bei mir odder beim Martin bschdelle. Weil, dir wisset jo, der friehe Voggel fangt de (friehe) Wurm. Un außerdem:

Wer net kommt isch selwer schuld!!

Adschee bis zum sechzehnde November sagt

de Roland (Rekdor ehre’halwer)

S´ Wedder


Blädder falle von de Beem,
Newwel ziegt durch Schdroße.
Verschwomme un uwierglich
hengt Sonn wie en driewe Lambeschierm am Himmel,
S´Laab raschelt uner de Fieß.
Feine Wasserdrepfle henge
wie Elfeträne en de Luft.
Uff oimol reißt de
GRAUE dunscht
wie so en vorissene Schloier uff,
D´Farwe fange a zu leichte
und wie alde feine graue Hoor
dreiwe Schpinnefäde durcht Luft.
Sonneschdrahle wärme de Bodde
un mache die Herze e bissle wärmer.
D Leit dreibDs naus, nochemol Sonn tange
Bevor die graue dunkle Dag vom Winder komme.
 
S'isch Wedder fors Altershoim:
Altweiwersommer.

 
©Martin Bruchmann

Mundart-Frühschobbe mit de „Alt-Neereder Schul“

Liewe Leit,

lang hat’s dauert awer endlich isch’s gschafft: Es gibt widder en Mundart-Frühschobbe mit de Alt-Neereder Schul, un zwar am Sonndag, 13. Okdower Zwoidausendneinzeh morjeds ab de Elfe in Neeret im „Löwe“. ‘s wär schee für uns –un bschdimmt a für de Löwe-Wert- wenn der möglichscht alle (odder zumindescht soviel wie en de „Löwe“ neibasse) mit debei wäret. Es gebt a was ganz Nei’s zu vermelde an dem Sonndag, do werd nämlich unser neier Kolenner für Zwoidausendzwanzich de Öffentlichkoit vorgschdellt. Wer will, un’s neediche Kloigeld debei hat, kann sich dann a glei sei Exemplar mit hoim nemme.

Noch meh Mundart gebts awer a schon vorher, nämlich am Mondag, 7. Okdower. Do gebts nämlich e absolude Rarität un Neihoit uf die Ohre für alle wo ab de Siwwene oweds im „A & S Bücherland“ in de Rinthoimer Schdrohß 19 debei sin: Im Rahme von de „Karlsruher Literaturtage 2019“ geht do der erschte Mundart-Poetry-Slam üwer d‘ Bühn, wo newer Annere a ich debei bin. Näheres dezu kammer a do agugge: http://www.literaturtage-karlsruhe.de/programm/detail/216/

De Ei’tritt zum Mundart-Frühschobbe isch wie immer frei, awer sei Esse un Trinke zahlt jeder selwer. Für de Mundart-Poetry-Slam muss mer mit eme Fümfer Ei’tritt rechne (ohne die Biecher, wo mer sich vielleicht noch dezu von dort mit hoim nemmt).

Dann kanne a gei noch unsern alljährliche Mundart-Owed a’kündiche: ‘s isch inzwische de fümfzehnde un der isch am Samsdag, 16. November Zwoidausendneinzeh im evangelische Gemoindehaus in Neeret-Nord. Los geht’s wie immer um Siwwene un de Diakonieveroi, für den die ganze Ei’nahme widder bschdimmt sin, biet‘ a Getränke un ebbes zum Esse a. De Vorverkauf üwer die bekannte Vorverkaufsschdelle geht demnägschd los un Kardereservierunge vorab nemme mer a scho entgege. So, des wär’s akduell widder für heit. Vielleicht sehe mer uns jo bei oim von denne Termine. Un wenn net, ihr wisset jo:

Wer net kommt isch selwer schuld!!!

Auguscht

Oh du seltsamer Urlaubsmonat. Was isch blos mit dir los?
Frieher, als Schulerbuwe konnt’scht du uns gar net lang genug sei. Am liebschde üwer vierzich Däg lang. Heit sin die Schülerinnen un Schüler froh wenn du rum bisch un se widder in d’ Schul könne.
Dehoim oder im Urlaub mit de Eldere dun se sich doch blos langweile. Un immer nur Video gucke odder PC-Schbiele – des isch oifach nix uf die Dauer. Schbortlich isch jetzt Sommerpaus un a kulturell isch nix gebote in de Schdadt. De beschd Freund odder die beschd Freundin sin a net greifbar.
Diesbezüglich isch oifach dode Hos.


Die moischte G’schäft henn jetzt g’schlosse wege Betriebsferie, un bei dene paar wo uff hawe fehlt’s Personal. Isch schee Wetter, hockt mer bleed im Eiscafe anne me runde Dischle im Freie rum und löffelt g’langweilt sein Eis. Im Freibad steht mer bleed im Wasser rum weil’s gschisse voll isch un koin Platz zum Schwimme gibt. Un in de Biergärte hockt mer bleed uf de harte Bänk rum un schütt oi Woizebier nachem annere nunner. Isch koi schee Wetter, hockt mer genau so bleed unnerm Vordach vom Eiscafe, im Hallebad un in de Wertschaft rum. Mache dut mer uf alle Fäll des selwe.
Diesbezüglich isch oifach dode Hos.


Im Briefkaschde ligge jetzt jeden Dag drei vier Poschtkarte von dene wo derzeit grad im Urlaub hocke. Vorne druf en herrlicher Sonneunnergang am Meer, e scheene Burg, e bliehende Wies odder en Acker voll Lavendel. Hinnedruf jedesmol de gleiche Mischt: alle versichere oim scheenes Wetter, viel Sonn’, gut’s Esse un a sonscht wär in ihrem Urlaub oifach alles super. I mecht blos oimol erlewe dass oiner schreibt: s’ hat die ganz Woch g’regert. Schbäder, wenn se widder dehoim sinn, griegsch mit: oigentlich war’s doch net ganz so:
De Sonneunnergang war nur zwische de Hochhäuser zu sehe, s’ Meer nach zwanzich Minute Fußmarsch, die bliehende Wies war inzwische e Audoschdrada, un vierzeh Dag lang blos Pizza – des wär oigentlich a net des gelwe vom Oi g’wese. Un des viele Oliveöl hat defür g’sorgt, dass mer schadtt dere Burg von de Poschtkarte-Vorderseit ausgiebich denn Hotellokus von inne besichtiche hat könne. Un als I-Düpfele noch owedruf: in dene Hotelbette ware die Matratze so durchg’lege, dass se alle zwoi vom erschde Dag a blos Kreuzweh g’hat hawe.
Diesbezieglich war oifach dode Hos.

Karlheinz Grether
September 2007

Mundart-Frühschoppe

  • Endlich gibt’s mol widder en
  • Mundart-Frühschoppe
  • mit de Alt-Neereder Schul

Nach dem irgenwie doch arg hoiße, korze un e bissle vergrumbbelde Sommer gibt’s jetzt hoffentlich en scheene Herbscht. Uff alle Fäll gebts am Sonndag e scheene Mundart-Frühschoppe-Lesung von de Alt-Neereder Schul. Mir hawes nach so langer Frühschoppe-Abschtinenz a kaum noch abwarte könne, awwer jetzert ischs dann doch widder soweit. De Roland un de Martin Bruchmann freue sich zsamme mitem Karlheinz Grether un em Simon Eiselöffel uff e korzweiliche Herbscht-Lesung in Neereder Mundart vor meeglichscht viel Publikum. Zu höre gibt’s newe Lyrik  a noch Prosa un womeeglich noch e szenische Lesung.

S’ wär deswege widder schee, wenn mer am

  • Sonndag, em 13. Oktower 2019,
  • ab de Elfe (11.00 Uhr),
  • im „Löwe“ in Neered,

widder en Haufe Leit begrieße könnte. S’ gibt garantiert was zum Schmunzle un zum Lache un ganz bschtimmt a was zum Nochdenke.

I sags glei vorneweg (eb dass widder mol oiner bleed frogt):  De Eitritt isch wie immer frei, awwer des Trinke un des Esse (de Wert macht an dem Dag e kloine Kart) zahlt jeder für sich selwer.

Also: Nix wie na. Weil: Wer net kommt, isch selwer schuld!

Scherwe bringe Glück

Ein altes Sprichwort sagt: „Scherwe bringe Glück“. 

Nun haben Sprichwörter an sich, dass sie meistens eine zutreffende Volksweisheit artikulieren. Ob sich das vorgenannte Sprichwort aber auch in Bezug auf das so betitelte neue Stück der Theatergruppe des Evang. Kirchenchors Neureut-Nord bewahrheitet, muss wohl so lange offen bleiben bis der finale Vorhang gefallen ist. 

Auch dieses Stück stammt wieder –wie alle bisherigen Stücke in den vergangenen zwanzig Jahren- aus der bewährten Feder der Brüder Bruchmann von der „Alt-Neereder Schul“- Schreibwerkstatt

Die Ausgangslage: Die zwei alten Freunde Erwin und Werner besitzen gemeinsam eine Parzelle in der Apfelanlage Heidelburg. Bei der Rodung eines alten Obstbaumes stoßen sie auf Überreste von tönernen Haushaltsgefäßen, bei denen sie römischen Ursprung vermuten.

Sie halten die Entdeckung zunächst geheim und wenden sich zur Begutachtung ihres Fundes an einen Experten des Rheinischen Landesmuseums Trier, Prof. Adalbert G. Schoißengeyer. Dieser hält sie nach dem ersten Anschein für echt und möchte sie gerne in seine Sammlung aufnehmen. Leider kommt jedoch Gisela, Erwins Frau, dahinter und informiert auch ihren Sohn Andreas und Beate, Werners Tochter, über den wertvollen Fund.

Andreas hält nichts von der Museums-Idee der beiden Freunde und sieht die Chance, mit dem Verkaufserlös der Scherben ein Auslands-Studium im Silicon Valley zu finanzieren. Er wendet sich an den Antiquitätenhändler Harry Mayerhofer, der eine Versteigerung bei Sotheby’s in London initiieren will. Beate und Gisela wiederum möchten die Fundstücke bei „Bares für Rares“ anbieten um ihren Schwarm Horst Lichter persönlich kennen zu lernen. Von dem Erlös will Beate einen Wellness-Urlaub in Ägypten machen und ein Kosmetik-Studio eröffnen. Gisela möchte das Geld lieber der Kirche für eine Rekonstruktion des ursprünglichen Kanzeldachs spenden, um mit einer Ehrentafel im Eingangsbereich gewürdigt zu werden.

Die Frage ist nun, welche Idee sich am Ende durchsetzt und wem die titelgebenden Scherben wohl das erhoffte Glück bringen werden. Oder bleibt am Ende doch nur „zerschlagenes Porzellan“ zurück?

Die Auflösung dieser Fragen gibt es im Evang.  Gemeindehaus Neureut Nord an den nachfolgend genannten vier Terminen:

  • Samstag, 23. März 2019  um 19.00 Uhr Saalöffnung 18.00 Uhr, 
  • Sonntag, 24. März 2019 um 17.00 Uhr ab 15.30 Uhr Kaffee und Kuchen
  • Samstag, 30. März 2019 um 19.00 Uhr Saalöffnung 18.00 Uhr und
  • Sonntag, 31. März 2019 um 17.00 Uhr ab 15.30 Uhr Kaffee und Kuchen.

Bewirtung mit Getränken und kleinen Speisen an allen Terminen, sonntags auch mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Karten zum Einheitspreis von 10 Euro gibt es im Vorverkauf in Neureut bei Schreibwaren- Ullrich (vormals Molnar), Schreibwaren-Schmidt und Musik-Lädle Neureut, in Eggenstein bei Schreibwaren-Geigle.

Neereder Mundart – Schwätze wie de Schnawwl g'wachse isch!