Archiv der Kategorie: Allgemein

Hamschter-Käuf

 

„Hasch die Woch scho dei Hamschter-Käuf erledicht?“
„Ja, glei schon em Mondag – e halwes Dutzend im Dehner-Zoo.
Awwer die Viecher schmecke mir net.
I wers jetz emol mit Meersäulen prowiere!“

Karlheinz Grether

19. März 2020

Friehlingsgedicht

Die erschde Grokus drigge ausem Bodde,
d´Amselmennle duhn ihr Fraue logge,
es schbrießt un dreibt un bringt die erschde Knoschbe
mar kann de erschde Friehlingsduft verkoschde.
Die Schi mit Steck, samt lange Unnerhosse
werre vorerscht widder en de Keller gschlosse.
Em Garde wird jetzt gschort und grechelt,
beim Dschogge durch de Wald gehechelt,
nach denne lange Winderstunde
sag ich’s eich oifach unumwunde:
„A Windergwitter finne nemme schee,
Schluß jetzt mit Rege, Hagel und dem Schnee!“
Ich sags jetzt frei un ohne Scheu:
„Ich froi mich scho uff´s Oschder-Oi!“

© Martin Bruchmann

Corona un (noch lang) koi End

Liewe Leit,

wegger dem bleede Virus hemmer loider unser letschde Theader-Ufführung am Sonndag absage müsse. Des isch echt schade, weil mir noch em Vorverkauf zu schließe a widder e volles Haus ghatt hädde. Außerdem wollde mer die Ufführung an dem Dag a uf Video ufnemme, awer do sich jetzt loider a nix draus worre. Im Moment isch die Situation a so u’üwersichtlich, dass mer net sage könne, ob mer den Owed schbäter nochhole könne.

Etliche Leit wo sich im Vorverkauf Ei’trittskarde gekaaft hen, hen uf Rückzahlung verzichdet un uns des Geld als Schbende für die Unnerschdützung der soziale Zwecke für die unser Engagement geplant war, üwerlasse. Dodefor an derre Schdell emol e herzliches „Dankeschön!“

Un jetzt noch en kloiner Ausblick uf mei akduelle perseenliche Situation:

Trotz dem scheene Wedder kanne heit loider net naus,
mich fesselt nämlich die Corona-Quarantäne ans Haus.
Und ich kann eich allene bloß rode, des selwe zu duh,
weil der bleede Virus gebt loider so lang koi Ruh,
bis net alle  -vom Großvadder bis nunner zum Kin‘-
von em endlich befalle un a‘gschdeckt sin‘.
Ob Kerch odder Wertschaft: ‘s gebt koin sicherer Ort
wo der Virus net schon isch, der lauert a dort.
Drum horchet uf mich in derre ernschte Stund:
Esset liewer dehoim un bleiwet gsund!!!!

Des rot eich

de Roland

Theater-Absag

Liewe Leit,

jetzt ischs so weit, dass der bleede Virus a uns in Neeret erreicht hat. Zumindescht was die Auswirkunge uf unsern letschde geplante Theater-Noochmiddag für die Saison betrefft.

Langer Rede korzer Sinn: Mir könne am Sonntag, 15. März unser Schdückle vom „Krieg der Sterne“ loider nemmeh schbiele.

Des isch loider e sehr bedauerliche Entwicklung un mir hädde a gern nochmol gschbielt awer ’s isch wie ’s isch un mir müsse de Tatsache ins Aug sehe.

Für die Leit, wo sich schon im Vorverkauf Karde besorgt hen, gebts zwoi Möglichkoide:

Entweder ihr kommet am Sonndag um Viere ins Gemoindehaus un lend eich eier Geld zrück gewwe;

odder ihr betrachded des Ganze als Schbende un mir lasse des Geld wie geplant denne soziale Ei’richdnge zukomme die uf unser Unnerschdützung a’gwiese sin.

Awer schbäteschdens nägschd Johr werd widder gschbielt, des verschbrech ich eich.

Adschee bis dort na

sagt de Roland (wo dodahl traurich isch)

Krieg der Sterne

Liewe Leit,

„Krieg der Sterne“ isch der Titel von unserm neie Kirchechor-Theaderschdückle. Alles Nähere üwer wie, wo un wann könne der grad unne dra aus de offizielle Presse-Info entnemme.

De Martin un ich hen’s mitnanner gschriwwe un ei’schdudiert un nadierlich schbiele mer a widder selwer mit, des isch jo klar. Zum Lache werds grad widder gnug gewwe un e gudes Werk duhn der a noch, wenn der eich des agugget, weil nämlich die Ei’trittsgelder un der Erlös aus de Bewirtung voll für die jeweiliche soziale Zwecke verwendet werre.

Un um des gehts in dem Schdückle:

„Das neue Stück aus der Feder der „Alt-Neereder Schul“- Autoren Martin und Roland Bruchmann bietet in der seit über 25 Jahren bewährten Weise wie gewohnt beste Unterhaltung und entführt das Publikum in gastronomische „Sternenwelten“:

Zwei Gaststätten Haus an Haus mit gemeinsamer Gartenwirtschaft, aber unterschiedlichen Konzepten: Hier Gourmetküche mit französischem Einschlag dort deftig und gut bürgerlich mit Rezepten von der Großmutter.

Der Gourmetkoch als Künstler am Herd hat –angetrieben von seiner ehrgeizigen Frau-  Ambitionen auf einen Stern im Guide Michélin. Er versucht daher, sein Lokal gegenüber seinem Konkurrenten abzugrenzen. Der sieht das Kochen  ganz pragmatisch als Handwerk und meint, dass er mit seiner ehrlichen harten Arbeit so einen Stern genau so gut verdient hätte.

Die Frau des Gourmetkochs hat die Redaktion des Guide Michelin kontaktiert und erwartet darauf hin das Erscheinen eines Testers.

Als dann ein französischer Gast bei dem Gourmetkoch einkehrt und erzählt, dass er für einen Pariser Verlag schreibt, vermutet nicht nur sie, dass es sich bei ihm um den erwarteten Tester handelt. Beide Köche versuchen mit allen Mitteln ihn von den Qualitäten ihres Lokals zu überzeugen und den begehrten Stern zu  ergattern. Es kommt zwischen ihnen zum „Krieg der Sterne!

Fragen über Fragen

  • Wie wird sich letztendlich der Tester entscheiden?
  • Wer von den beiden Köchen erstrahlt als neuer Stern am Gourmet-Himmel?
  • Und … kann es überhaupt ein Happy-End geben?

Tauchen Sie ein in eine Welt zwischen Pouilly Fumé und Königschaffhausener Müller Thurgau,  zwischen Schäumchen von der Brunnenkresse und Flädlesupp, zwischen bretonischer Flugentenbrust und Ochsenbrust mit Meerrettich, zwischen Rosmarin-Lavendel-Zwetschgen-Parfait und Vanille-Eis mit heißen Himbeeren.

Die Aufführungstermine im Evang. Gemeindehaus Neureut-Nord sind

  • Sonntag, 01. März 2020, 17.00 Uhr
  • Samstag, 07. März 2020, 19.00 Uhr
  • Sonntag, 08. März 2020, 17.00 Uhr
  • Sonntag, 15. März 2020, 17.00 Uhr

Saalöffnung jeweils eine Stunde vor dem Vorstellungsbeginn.

Kartenvorverkauf in Neureut bei Schreibwaren Ullrich, Schreibwaren Schmidt und Musik-Lädle, in Eggenstein bei Schreibwaren Geigle.“

Dem brauche jetzt weider nix meh hinzuzufüge außer meim übliche Schbruch:

Ich hoff mir sehe uns möglichscht vollzählich un wer net kommt isch selwer schuld!!!

Adschee bis dort na sagt

de Roland

2020

Liewe Leit,

jetzt isch des neie Johr a schon widder e paar Dag alt un nix hat sich geännert. die Welt isch noch genau so verrückt wie’s letscht Johr (also mol abgsehe von uns: Dem Alt-Neereder Schul Lehrkörper un unsere Schüler nadierlich).

Ich hoff, dir hends trotzdem alle gut agfange un send beim „Neirutsche“ net ausgrutscht, weil des geht manchmol schnell.

Zur Feier von dem neie Jahrzehnt heb ich sogar en neier Cocktail kreiert, die „Neereder Luft“. Der hat uf jeden Fall saugut gschmeckt un wenn der’en nochmache wöllet schreib ich eich a glei noch ’s Rezept dezu:

  • 1 Doil Gin
  • 1 Doil „Berliner Luft“ (des isch en heller Pfefferminzlikör
  • 2 Doil Kräutertee „Birne Limette“ von Rauch.

Des ganze gut vermische un mit gut gekühldem Sekt uffülle. Wenn mer will, kammers noch mit’eme Minzezweigle dekoriere, weil „das Auge trinkt mit“, awer er schmeckt a so.

Un für alle Männer, wo üwer de Johreswechsel krank ’s Bett hen hiede müsse un für ihre Fraue, wo se liebevoll gepflegt hen gebts jetzt noch e kloines Troschtpfläschderle in Form von dem „Männergrippe-Blues“ vom letschde Mundart-Owed (alle annere derfe’s nadierlich a a’höre).

Neie Termine gebts nadierlich des Johr a widder. Zunägscht emol unser neies Theaderschdück vom Martin un mir. Des hat den scheene Titel „Krieg der Sterne“ un werd insgesamt vier mol öffentlich ufgführt. Die Termine sin

  • Sonntag, 1. März 2020, 17.00 Uhr
  • Samstag, 7. März 2020, 19.00 Uhr
  • Sonntag, 8. März 2020, 17.00 Uhr
  • Sonntag, 15. März 2020, 17.00 Uhr.

Annere Termine werre noch rechtzeidich bekannt gegewwe.

Wär schee, wenn mer uns an oim von denne Termine mol widder sehe dehde. Bleiwet gsun‘ bis dort na un halded eich dapfer

sagt

de Roland

Weihnachde

En unsere schnellewiche, hekdische zeit,

do macht sich Weihnachde ab Sebtember scho breit.

Ob Schbegulazius oder Marzipan,

beim Aldi un Lidl dreffsch des alles an.

E CD mit Weihnachtslieder uffem Sonderagebotshocker

die kafsch em Oktober a scho ganz logger.

En Dänemark duhn se die erschde Grischtbeem scho schlage

die kafsch dann em Dezember bei uns frisch vom Wage.

Ab Oktober sau’sch durch d Schdadt von Eile gedriwwe

was hen mei Liewe em Juli uff de Wunschzeddel gschriwwe.

Du rennsch un guggsch, die Helft kannsch net bsorge

du verschiebschs notgedrunge un denksch ich hol‘s morge.

Was isch s End vom Lied, vergesse vorbei,

drei Dag vor Weihnachde hasch doch d Hetzerei.

Ich heb mars iwwerlegt un noch langem Bedenke

heb ich mich entschlosse e Giggle Ruhe zu schenke.

des isch was, von dem hat noch niemer gnung katt

des fin’sch ohne Hetze dehoim un net en de Schdadt.

©Martin Bruchmann

Mundart-Owed Nochlese

Oifach umwerfend – un wer net debei war, der hat was verbasst!

Das können all diejenigen bestätigen, die an diesem „15. Mundart-Owed“ im fast ausverkauften Saal des evang.  Gemeindehauses Neureut-Nord sich von Lachanfällen bis zum stürmischen Applaus (mit Pfiffen und Johlen!!!) wieder mal herrlich amüsierten und vergnügten.

Schon bei der ersten Story vom „Sidolin“ – gleich nach dem musikalischen Eingangsthema von Simon Eisenlöffel und der Begrüßung durch „Rektor“ Roland Bruchmann – kamen die Zuhörerinnen und Zuhörer so richtig in Fahrt. Und mit „Verschnupft“ legte der auch nochmal umgehend nach.

Mit der „Schöpfungsgeschichte 6. Dag“ und „Maskuline Gwichtskontroll“ nahm dann Karlheinz Grether die Herren der Schöpfung aufs Korn und wies auch gleich darauf hin, dass auch die holde Weiblichkeit am Ende der Veranstaltung noch ihr Fett abkriegt. „S‘ Beschde kommt immer am Schluss – wie beim Nachtisch“…

Martin Bruchmann mit seinen beiden Geschichten vom „Kinnergriege Toil 2 un Toil 3“ erzählte als nächster von den Geburtsumständen seiner beiden Zwillingstöchter und auch deren „Geburtswehen“ bei seinen Enkeln im Kreissaal, und wie das Klinikpersonal völlig perplex war und fast vom Glauben abgefallen wäre.

Noch vor der Pause mit den wie immer leckeren „Pausenbrötchen“ mit Getränken des Diakonievereins folgten noch die Beiträge „Oier – de Texschd“ und „Oier  – ‚s Gedicht“ von Rektor Roland, und das Gedicht „Blitsch, blatsch“ von Martin (beide Gedichte auch im Mundart-Kolenner 2020 enthalten). Karlheinz Grether ließ sich darüber aus, was aus Geschenken werden kann und was letztendlich dann daraus wird (Noi, noi, noi).

Im nachdenklichen Blog – wobei der Schwerpunkt auf „denken“ liegt – folgten die Beiträge „Owedschtille“ (Roland), „En Deller Erbsworschtsupp“ (Martin) und „Mit allene Sinne“ (Karlheinz).

Die anwesenden Gartenbesitzer fühlten sich nach der Pause angesprochen durch die Geschichte „Garde-Froide“ von Roland Bruchmann, sein Bruder Martin legte nach mit der Geschichte „Ein Bergerlebnis“. Karlheinz Grether rundete diesen Blog mit seinem Beitrag „Reservierter Parkplatz“ ab.

Gejohle, Pfiffe, Fußgetrampel und riesigen Applaus gab es danach beim „Highlight“ des Abends beim „Männergrippe-Blus“ von Rektor Roland zusammen mit Simon Eisenlöffel an der Gitarre. Ein absoluter Spitzen-Vortrag.

Martin Bruchmann mit „Die Quid“ und „Zufriedehoid“ und Karlheinz Grether mit seinen Erfahrungen bei der „völlich vorurteilsfreie Urlaubsplanung“ beendeten den offiziellen Teil des 15. Mundart-Oweds und Simon Eisenlöffel am Klavier legte nochmals das Alt-Neereder SchulThema“ nach.

Die traditionell fest eingeplanten und erwarteten  Zugaben der drei mit „Qualidätslyrik“, „Alder Sack“ und der bereits eingangs erwähnte Seitenhieb auf die Frauen „Agebasste Kloiderordnung“ trieb nochmals den Gästen die Lachtränen in die Augen. Und selbstverständlich durfte als allerletztes auch nicht – wie alle Jahre bisher auch – der gespielte Sketch der beiden Bruchmann-Brothers fehlen, diesmal: „Er & Sie uffem Gardebänkle“.    

Wie nicht anders zu erwarten war es wieder ein super gelungener Mundart-Owed, der das Publikum spontan zu Aussagen veranlasste, dass man beim 16. Mundart-Owed im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein will.

Weil: wer net kommt, isch selwer schuld!

15. Mundart-Owed mit de „Alt-Neereder Schul“

Liewe Leit,

jetzt geht’s endlich los!

Wie schon a’gekündicht isch ab heit de Voverkauf für unsern 15. Mundart-Owed eröffent.

Näheres könnet der aus dem Plakat do unnedra entnemme.

Plakat 2019

So, ich glab, dodemit wär alles gschwätzt. Jetzt hoißts bloß noch: Nix wie na un Karde bsorgt, odder duhnd se wenichschdens vorab bei mir odder beim Martin bschdelle. Weil, dir wisset jo, der friehe Voggel fangt de (friehe) Wurm. Un außerdem:

Wer net kommt isch selwer schuld!!

Adschee bis zum sechzehnde November sagt

de Roland (Rekdor ehre’halwer)

S´ Wedder


Blädder falle von de Beem,
Newwel ziegt durch Schdroße.
Verschwomme un uwierglich
hengt Sonn wie en driewe Lambeschierm am Himmel,
S´Laab raschelt uner de Fieß.
Feine Wasserdrepfle henge
wie Elfeträne en de Luft.
Uff oimol reißt de
GRAUE dunscht
wie so en vorissene Schloier uff,
D´Farwe fange a zu leichte
und wie alde feine graue Hoor
dreiwe Schpinnefäde durcht Luft.
Sonneschdrahle wärme de Bodde
un mache die Herze e bissle wärmer.
D Leit dreibDs naus, nochemol Sonn tange
Bevor die graue dunkle Dag vom Winder komme.
 
S'isch Wedder fors Altershoim:
Altweiwersommer.

 
©Martin Bruchmann